Gesellschaft für industrielle Wärme, Energie- und Prozeßtechnik m.b.H.

Temperaturmess­versuche

Seit vielen Jahren führen wir Temperaturmessversuche an Erwärmungs- und Wärmebehandlungsöfen mit eigener Messausrüstung durch.
Die Ergebnisse eines Temperaturmessversuchs geben Auskunft über das thermische Verhalten eines Industrieofens. Deshalb werden solche Messungen häufig in folgenden Zusammenhängen durchgeführt:

  • Leistungsnachweise nach Neuerrichtungen, Umbauten und Modernisierungen
  • Ofen-Zertifizierungen
  • Überprüfung des Ofenzustands
  • Turnusmäßige Kontrolle der Temperaturgenauigkeit
  • Kalibrierung von Prozessführungssystemen
  • Studien zur Abschätzung von notwendigen Modernisierungsaufwendungen

Bei einem Temperaturmessversuch werden an einem Wärmgut (z.B. Bramme, Block, Knüppel, Blech) an zuvor festgelegten Stellen Thermoelemente befestigt.
Während des Durchlaufs des Wärmguts durch den Ofen werden die Wärmguttemperaturen von den Thermoelementen kontinuierlich gemessen und in einem Datenlogger aufgezeichnet.
Die während des Ofendurchlaufs gewonnenen Messwerte dienen der Überprüfung des Aufheizvorgangs und es können Rückschlüsse auf die konstruktiven, beheizungstechnischen und regelungstechnischen Gegebenheiten des Ofens gezogen werden.

Nach dem Messaufbau unterscheidet man zwei Arten von Temperaturmessversuchen:

  • Datenloggerversuch – ein Datenlogger, der sich in einem Isolierbehälter am Versuchs-Wärmgut befindet, wird zusammen mit dem Versuchs-Wärmgut durch den Ofen geführt
  • Schleppversuch – die am Versuchs-Wärmgut befestigten Thermoelemente sind so lang bemessen, dass sie durch den gesamten Ofenraum zu einem Datenlogger geführt werden können, der sich außerhalb des Ofenraums befindet

Die Wahl des Messaufbaus hängt von der Konstruktion des Ofens und der Art des Wärmguts ab.

 

Link: pdf-Dokument Flyer Temperaturmessversuche